Begriff
Standortanalyse
Bewertung eines Verkaufsstandorts nach Kaufkraft, Passantenfrequenz, Wettbewerb und Erreichbarkeit.
Die Standortanalyse prüft, ob ein Ort für einen Handelsbetrieb geeignet ist. Betrachtet werden Kaufkraft im Einzugsgebiet, Passantenfrequenz, Erreichbarkeit mit dem Auto und dem öffentlichen Nahverkehr sowie die Wettbewerbssituation. Ergänzend fließen Mietkosten und Flächenzuschnitt ein.
Der Handelsfachwirt nutzt dafür Marktdaten, Kundenbefragungen und eigene Verkaufszahlen vergleichbarer Filialen. Wichtig ist, nicht nur den Zustand heute zu sehen, sondern die Entwicklung im Einzugsgebiet einzuschätzen. Eine Entscheidung ohne Vergleich mit bestehenden Standorten bleibt meist unscharf.
Für die Praxis empfiehlt sich eine einheitliche Checkliste je Standort. So lassen sich Angebote verschiedener Lagen sachlich gegenüberstellen und die Entscheidung dokumentieren.
Verwandte Begriffe
- DistributionspolitikWahl und Steuerung der Absatzwege, etwa Filiale, Onlineshop, Versand oder Marktplätze.
- FilialsteuerungSteuerung mehrerer Verkaufsstellen über Ziele, Standards, Berichte und regelmäßige Abstimmung mit den Filialleitungen.
- MarktforschungSystematische Erhebung und Auswertung von Markt-, Wettbewerbs- und Kundendaten als Grundlage für Handelsentscheidungen.
- ZielgruppeGruppe von Kunden mit ähnlichen Bedürfnissen, auf die Sortiment, Preise und Kommunikation ausgerichtet werden.