Begriff
Bestellmenge
Menge, die je Bestellung beim Lieferanten abgerufen wird, abgewogen zwischen Bestell- und Lagerkosten.
Die Bestellmenge ist die Menge, die bei einer einzelnen Bestellung geordert wird. Große Mengen senken oft den Stückpreis und die Zahl der Bestellungen. Gleichzeitig binden sie Kapital, brauchen Lagerfläche und steigen das Risiko veralteter Ware.
Der Handelsfachwirt wägt diese Effekte gegeneinander ab. Kleine, häufige Bestellungen entlasten das Lager, erhöhen aber den Verwaltungsaufwand und können bei Mengenrabatten teurer sein. Die passende Menge hängt von Umschlag, Haltbarkeit und Lieferzeit ab.
Eine Praxisregel ist, die Bestellmenge je Artikelgruppe zu definieren und regelmäßig anzupassen. Saisonware und Aktionsartikel brauchen dabei eigene Regeln, weil sich ihr Bedarf schnell verschiebt.
Verwandte Begriffe
- LagerhaltungOrganisation von Lagerung, Lagerplatz, Bestandskontrolle und Lagerkosten, damit Ware verfügbar und aktuell bleibt.
- BedarfsermittlungErmittlung der Waren, die ein Betrieb in einem Zeitraum benötigt, auf Basis von Verkaufsdaten, Saison und Bestand.
- EinkaufskonditionenVereinbarte Preise, Rabatte, Skonti, Zahlungsziele und Lieferbedingungen, die den Einkauf wirtschaftlich machen.
- DispositionSteuerung der laufenden Bestellungen und Bestände, damit benötigte Ware zum richtigen Zeitpunkt verfügbar ist.