Begriff
Disposition
Steuerung der laufenden Bestellungen und Bestände, damit benötigte Ware zum richtigen Zeitpunkt verfügbar ist.
Die Disposition steuert laufend, wann welche Ware in welcher Menge bestellt und bereitgestellt wird. Sie verbindet Bedarf, Bestand und Lieferzeit zu konkreten Bestellvorschlägen. Anders als die strategische Bedarfsplanung arbeitet sie im operativen Tagesgeschäft.
Der Handelsfachwirt legt Bestellpunkte und Sicherheitsbestände fest und prüft Vorschläge aus dem System. Er erkennt Sondersituationen wie Aktionen, Feiertage oder Lieferverzögerungen und passt die Bestellungen an. Eine gute Disposition vermeidet sowohl Fehlbestände als auch überhöhte Lager.
Hilfreich ist eine feste Routine mit Blick auf Abverkäufe der letzten Tage. Wer Abweichungen früh bemerkt, kann rechtzeitig nachbestellen oder Bestellungen korrigieren.
Verwandte Begriffe
- BedarfsermittlungErmittlung der Waren, die ein Betrieb in einem Zeitraum benötigt, auf Basis von Verkaufsdaten, Saison und Bestand.
- BestellmengeMenge, die je Bestellung beim Lieferanten abgerufen wird, abgewogen zwischen Bestell- und Lagerkosten.
- WarenwirtschaftSysteme und Prozesse, die Warenbestand, Warenbewegung und Verkäufe erfassen und Grundlage für Disposition und Auswertung sind.
- Just-in-TimeBelieferung, die kurz vor dem Bedarf erfolgt, mit geringem Lagerbestand und hoher Abhängigkeit von zuverlässigen Lieferanten.