Begriff
Inventur
Körperliche Bestandsaufnahme zu einem Stichtag, mit der Buchbestand und tatsächlicher Warenbestand abgeglichen werden.
Die Inventur ist die Aufnahme aller vorhandenen Waren zu einem bestimmten Stichtag. Der gezählte Istbestand wird mit dem Buchbestand aus der Warenwirtschaft verglichen. Abweichungen, sogenannte Inventurdifferenzen, zeigen Schwund, Buchungsfehler oder Diebstahl.
Der Handelsfachwirt organisiert die Zählung, legt Verantwortlichkeiten fest und wertet die Differenzen aus. Ursachen werden gesucht, bevor Korrekturen gebucht werden. Eine wiederkehrende Differenz in einer Warengruppe ist ein Hinweis auf einen Prozessfehler.
Gute Vorbereitung verkürzt die Inventur deutlich. Lagerordnung, saubere Stammdaten und ein klarer Zählablauf sorgen dafür, dass die Aufnahme zuverlässig gelingt. Die Ergebnisse sollten dokumentiert werden, damit spätere Rückfragen der Geschäftsleitung beantwortbar bleiben.
Verwandte Begriffe
- LagerhaltungOrganisation von Lagerung, Lagerplatz, Bestandskontrolle und Lagerkosten, damit Ware verfügbar und aktuell bleibt.
- WarenwirtschaftSysteme und Prozesse, die Warenbestand, Warenbewegung und Verkäufe erfassen und Grundlage für Disposition und Auswertung sind.
- KennzahlenVerdichtete Messgrößen wie Umsatz je Fläche, Warenumschlag oder Rohertrag, mit denen der Handel Entwicklungen steuert.
- WarenannahmePrüfung eingehender Ware auf Menge, Qualität und Vollständigkeit, bevor sie ins Lager oder in den Verkauf geht.