Begriff
Retourenmanagement
Umgang mit Rücksendungen von Kunden und Lieferanten, von Prüfung und Wiederverkauf bis zur Reklamation.
Retourenmanagement regelt, wie zurückgegebene Ware angenommen, geprüft und weiterbehandelt wird. Dazu gehört die Entscheidung, ob Ware wieder verkaufsfähig, aufzubereiten oder zu entsorgen ist. Ebenso wichtig ist die Rückforderung von Lieferanten bei fehlerhafter Ware.
Der Handelsfachwirt definiert Prozesse für Kunden- und Lieferantenretouren. Dazu gehören klare Fristen, Prüfkriterien und die Dokumentation von Gründen. Auswertungen zeigen, ob bestimmte Artikel oder Lieferanten auffällig häufig betroffen sind.
Ein gutes Retourenmanagement senkt Kosten und stärkt das Vertrauen der Kunden. Wer Rücksendungen als Informationsquelle nutzt, verbessert Sortiment und Beschaffung gleichzeitig. Eine klare Rückmeldung an Kunden über den Ablauf verhindert Frust und unnötige Nachfragen.
Verwandte Begriffe
- WarenannahmePrüfung eingehender Ware auf Menge, Qualität und Vollständigkeit, bevor sie ins Lager oder in den Verkauf geht.
- LieferantenauswahlSystematischer Vergleich potenzieller Lieferanten nach Preis, Qualität, Lieferzuverlässigkeit und Konditionen.
- KundenbindungMaßnahmen, die Kunden wiederkehren lassen, etwa Kundenkarten, Service, verlässliche Verfügbarkeit und persönliche Ansprache.
- KennzahlenVerdichtete Messgrößen wie Umsatz je Fläche, Warenumschlag oder Rohertrag, mit denen der Handel Entwicklungen steuert.